Antworten auf aktuelle Elternfragen

Wie kommt mein zukünftiges Erstklasskind an Ihre Schule?

Sie laden das Anmeldeformular herunter (hier), füllen es aus und schicken es mit den vollständigen Unterlagen an unser Sekretariat. Eine Kollegin des Aufnahmeteams ruft Sie an und führt ein Vorgespräch. Sie werden zu einem etwa halbstündigen Termin in der Schule mit Ihrem Kind eingeladen, unter Berücksichtigung der geltenden Hygienevorschriften.

Sobald alle angemeldeten Kinder einen Termin hatten, trifft das Aufnahmeteam die Entscheidung, welches Kind aufgenommen werden kann. In der Regel vor Ostern erhalten Sie schriftlich Bescheid.

Der Schulvertrag wird in einem dann folgenden Finanzgespräch mit unserem Geschäftsführer geschlossen.

Noch vor den Sommerferien laden wir Sie zu einem ersten Kennenlern-Elternabend mit der künftigen Klassenlehrerin / dem künftigen Klassenlehrer ein. Gemeinsam wird die Einschulungsfeier besprochen.

 

Nach welchen Kriterien entscheiden Sie, welches Kind Sie aufnehmen?

Das Kind sollte schulfähig sein und von unserem Angebot profitieren können. Die Eltern haben sich bewusst für unsere Pädagogik entschieden und möchten ihr Kind aktiv auf seiner Schullaufbahn begleiten.

 

Wie viele erste Klassen gibt es?

Seit einigen Jahren gibt es zwei erste Klassen.

 

Wie viele Kinder gehen in eine Klasse?

Zwischen 18 und 25 Kinder sind es pro Klasse.

 

Was kostet die Schule?

Dazu gibt es einen extra Finanzflyer (hier). Kein Kind soll aus finanziellen Gründen unsere Schule nicht besuchen dürfen. Erst kommt die pädagogische Entscheidung, dann das Finanzgespräch, in dem immer ein Weg gefunden werden kann.

 

Wie lange dauert die Schule?

Bei den unteren Klassen dauert der Schultag meist bis 12.20 Uhr. Im Laufe der Jahre werden es mehr Stunden und in der Mittelstufe ab der 5. Klasse kommt auch Nachmittagsunterricht dazu.

 

Gibt es ein freiwilliges Nachmittagsangebot?

Es gibt eine Betreuung bis 14 Uhr für Kinder, die auf Geschwister oder das Abholen warten (Hüte).

Es gibt einen Nachmittagshort.

Es gibt Angebote zur offenen Ganztagesschule.

 

Wie sieht es mit der Masernimpfung bei Ihnen aus?

Wir haben da keinen Spielraum. Mit Vertragsabschluss muss die Impfung nachgewiesen sein. Ist das nicht der Fall, sind wir verpflichtet, das dem Gesundheitsamt zu melden. Das kümmert sich dann darum und nimmt mit den Eltern Kontakt auf.

Ein Kind ohne Masernimpfung darf übergangsweise die Schule besuchen (Schulpflicht vor Impfpflicht), jedoch nicht Hort und Hüte.

 

Wie kommt mein Quereinsteigerkind zu Ihnen?

Sie laden das Anmeldeformular herunter (hier), füllen es aus und schicken es mit den vollständigen Unterlagen an unser Sekretariat. Die Klassenlehrerin / der Klassenlehrer der Jahrgangsstufe meldet sich bei Ihnen, sobald ein Platz frei ist.  Ein Wechsel ist auch im Laufe eines Schuljahres möglich; in Zeiten von Corona ist das jedoch nicht empfehlenswert.

 

Wie klappt der Wechsel?

Das hängt sehr von dem einzelnen Kind ab. Viele Kinder blühen schnell auf und genießen es, nicht mehr so viel Druck zu haben. Manche Kinder genießen es zu sehr und werden etwas bequem. Sie brauchen dann etwas „Dampf“.

 

Ist ein Wechsel zurück an eine öffentliche Schule möglich?

Ein Wechsel an eine öffentliche Schule ist selbstverständlich möglich, doch auch hier hängt es von dem einzelnen Kind ab, wie gut das funktioniert. Außerdem ist unser Lehrplan anders aufgebaut; manche Inhalte kommen später, manche früher. Auch das ist bei einem Wechsel zu berücksichtigen.

 

Müssen die Eltern Arbeitsstunden ableisten?

Nein! Doch es ist natürlich wünschenswert, dass die Eltern ihre Kinder nicht nur bei uns abgeben, sondern sie aktiv begleiten und sich auch am Schulleben beteiligen. Dazu gibt es vielfältigste Möglichkeiten, angefangen beim Kuchenbacken für Schulfeste, wenn denn welche stattfinden dürfen, bis zur Mitarbeit in diversen Gremien und Arbeitskreisen.

 

Was bedeutet Corona für Ihre Schule?

Wir halten uns an die staatlichen Vorgaben und bemühen uns darum, das Beste aus der Situation zu machen, nichts zu dramatisieren, aber auch nichts zu verharmlosen. Auf unserem Gelände sind Kinder und junge Menschen von der Krippe bis zum Abiturienten / zur Abiturientin. Gegenseitige Rücksichtnahme bei unterschiedlichen Bestimmungen und Bedürfnissen ist oberstes Gebot. Bisher sind wir mit wenigen Quarantänefällen durch die Krise gekommen.

 

Gibt es bei Ihnen viele Querdenker und Maskengegner?

In dieser weltweiten Pandemie-Ausnahmesituation hat gewiss jeder Mensch Fragen und bisweilen Zweifel, ob alles gut so ist, wie es ist. Es ist jedem freigestellt, was er denkt und glaubt oder auch nicht glaubt. Doch es ist fatal, wenn Menschen die Anthroposophie für eigene Zwecke missbrauchen, andere aufhetzen und sich nicht an die Regeln halten. Dafür haben wir kein Verständnis.

 

Welche Rolle spielt die Anthroposophie an der Schule?

Sie ist kein Schulfach und wird nicht gelehrt. Sie gibt Lehrer*innen und Eltern Anregungen zur Lebensführung und Unterrichtsgestaltung; sie ist ein lebenslanger Übungsweg. Leider werden oftmals Textstellen aus Büchern oder Vorträgen Rudolf Steiners ohne Kontext zitiert; das führt dann zu befremdlichen Verzerrungen. Manche Kritiker werden nicht müde, solch verzerrte, höchst merkwürdige Artikel zu schreiben, bei denen jeder Leser nur mit dem Kopf schütteln kann.

Auch Waldorflehrer*innen sind Menschen mit Stärken und Schwächen, doch keine weltfremden, abgehobenen Spinner. Vereinzelte Exemplare gibt es natürlich immer und überall.

 

Gibt es bei Ihnen Religionsunterricht?

Wir bieten wahlweise evangelischen, katholischen und freien christlichen, nicht konfessionsgebundenen, Religionsunterricht an (eine Art Ethikunterricht). Im Laufe des Jahres feiern wir die christlichen Feste und jede Schülerin / jeder Schüler sollte daran teilnehmen dürfen. In der Oberstufe werden auch andere Glaubensrichtungen thematisiert. Dabei geht es um Verständnis und nicht um  Bewertung.

 

Waldorfschüler tanzen ihren Namen und bekommen dann ihr Abitur? Stimmt das?

Nein, das stimmt nicht. Jede Schülerin / jeder Schüler lernt im Laufe der Zeit eurythmische Bewegungen zu den einzelnen Lauten und kann damit seinen Namen bilden oder auch tanzen. Das Abitur ist ein staatliches Abitur, das niemand geschenkt bekommt, auch bei uns nicht.

 

Welche Qualifikation haben Ihre Lehrer*innen?

Alle haben staatliche oder vergleichbare Hochschul-Studienabschlüsse und eine Zusatzausbildung in Waldorfpädagogik.