5 häufig gestellte Fragen

Ist es nicht so, dass hauptsächlich Kinder mit Lernschwierigkeiten auf eine Waldorfschule gehen?

Nein. Kinder, die aufgrund von gravierenden Teilleistungsschwächen oder Verhaltensstörungen eine besondere Betreuung brauchen, dürfen wir gar nicht aufnehmen. Für den Schulanfang empfehlen wir in solchen Fällen die staatlichen Diagnose-Förderklassen, später heilpädagogische Förderschulen.
Wie an staatlichen Regelschulen auch haben wir natürlich dennoch Kinder aller Begabungsrichtungen.


Spielen die Naturwissenschaften an der Waldorfschule überhaupt eine Rolle? Wie stehen die Waldorfschulen zum Umgang mit dem Computer?

An der Waldorfschule stehen die naturwissenschaftlichen Fächer gleichwertig neben allen anderen Unterrichtsfächern. Das Fach Informatik ist heutzutage fester Bestandteil auch an der Waldorfschule. Allerdings wird Wert darauf gelegt, dass sich die Kinder mit der natürlichen Welt vertraut machen und ihre sozialen und schöpferischen Fähigkeiten an ihr entwickeln, ehe sie die virtuelle Welt kennen lernen. In der Oberstufe (ab der 9. Klasse) ist der Umgang mit der Soft- und der Hardware für jeden Waldorfschüler mittlerweile eine Selbstverständlichkeit.


Stimmt es, dass es an der Waldorfschule keine Noten und kein Sitzenbleiben gibt?

Noten sind sehr relativ und sagen wenig über die persönlich geleistete Anstrengung und den persönlichen Lernfortschritt aus. Daher verzichten wir in der Unter- und Mittelstufe auf Noten und schreiben möglichst individuelle, motivierende Bemerkungen unter Schülerarbeiten.

Gegen Ende der Mittelstufe und in der Oberstufe kommen verstärkt Beurteilungen hinzu, die eine Einschätzung in Bezug auf den eigenen Stand in der Klasse ermöglichen. Ab der 9. Klasse werden Schulaufgaben benotet.

Die Waldorfpädagogik richtet sich nach den Entwicklungsphasen der Kinder und Jugendlichen. Deshalb ist nicht der Wissensstand, sondern die Gesamtentwicklung entscheidend für das Zusammenbleiben einer Klasse. Niemand bleibt sitzen. Nach Absprache mit den Eltern kann es in besonderen Fällen ein Zurück- oder Höherstufen geben.


Ist Waldorfpädagogik nicht so etwas wie das Vorgaukeln einer heilen Welt? Kommen die Schüler später denn überhaupt mit der harten Realität zurecht?

Besonders seit der „PISA-STUDIE“ zeigt die Praxis, dass gerade Waldorfschüler von Ausbildern aufgrund ihrer sozialen Kompetenz besonders geschätzt werden. In einer Schule, die nicht nur die intellektuellen Fähigkeiten anspricht, können sich Schlüsselqualifikationen, wie Teamfähigkeit, Kreativität und die Fähigkeit, prozessual zu denken, von Anfang an entwickeln.

Waldorfschüler studieren und arbeiten erfolgreich in allen Studien- und Berufsfeldern; natürlich müssen sie, wie andere auch,
Startschwierigkeiten und Anfangshürden überwinden.


Die Waldorfschule können sich doch nur „Reiche“ leisten!

Als Schule in privater Trägerschaft werden nur ca. 65% unserer Schulbetriebskosten durch staatliche Zuschüsse gedeckt. Daher sind wir auf Elternbeiträge angewiesen, die sich bei uns nach den persönlichen Einkommensverhältnissen richten.

Die Schulgeldbeiträge sind gestaffelt: Zurzeit wird für das erste Kind ein Beitrag von 5,25%, für zwei Kinder 7,90% und für jedes weitere Kind zusätzlich 1,05% des Familien-Bruttoeinkommens erhoben (Stand  11/06).
In einem Finanzgespräch wird nach Wegen gesucht, die es jeder Familie ermöglichen, ihr Kind zu uns zu bringen, wenn sie es möchten.


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