Von der Entstehung eines Gemeinschaftsbildes

oder: Bericht der Schulentwicklungstagung zum Thema „Ganztagesschule“

vom 29.02 bis 01. März 2008 in Wendelstein

„Soll unsere Schule eine bestimmte Form der Ganztagesschule erhalten?“. Dies war das Thema der Schulentwicklungstagung vom 29. Februar bis 01. März stattfand. Vorbereitet wurde die Tagung durch die Prozesssteuerungsgruppe mit Frau Kaßold, Frau Häußler-Carl und Herrn Debus mit Unterstützung der Schulleitung. Die Tagungsleitung hatte Frau Gollwitzer, die bereits die letzte Schultagung 2006 in Vorra moderierte. Diesmal fand die Tagung in den Räumen der Schule statt.
Das Thema der Tagung ergab sich in einer Gesamtkonferenz im Herbst 2007 aus der Nachfrage verschiedener Arbeitsgruppen der Schulentwicklung, ob und in welcher Form unsere Schule Ganztagesschule werden sollte. Diese Arbeitsgruppen sind wiederum nach dem Beschluss zur Zweizügigkeit gegründet worden, um unter der Koordination der Prozesssteuerungsgruppe in gemeinsamer Arbeit von Kollegium und Elternschaft in den nächsten Jahren ein neues Schulkonzept zu entwickeln, das den Bedürfnissen und Möglichkeiten des Kollegiums der Elternschaft und vor allem der Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage der Waldorfpädagogik entspricht. Ein verändertes Konzept ist aufgrund der Gestaltung der sich aufbauenden Zweizügigkeit unserer Schule notwendig.

Zu Beginn der Tagung wurden zunächst die Begrifflichkeiten hinsichtlich des Themas „Ganztagesschule“ geklärt. Aus der Delegation „Ganztagesschule“, die im Januar 2006 bereits in einer Gesamtkonferenz einen Bericht zu diesem Thema vorlegte, berichtete Herr Debus über die verschiedenen, möglichen Formen von Ganztagesschule. Demnach ist nach den bayerischen Rahmenbedingungen, die auch eine Förderung von Ganztageseinrichtungen vorsieht, eine Schule dann Ganztagesschule, wenn sie an 4 Nachmittagen in der Woche bis jeweils 16 Uhr für Schülerinnen und Schüler geöffnet ist. Dabei muss ein regelmäßiges Angebot vorhanden sein, das einerseits eine Mittagsverpflegung, unterrichtlich bezogene Förderung als auch sogenannte Freizeitangebote vorsieht. Eine Ganztagesschule darf nicht nur „verlängerte Schule mit Suppenausgabe“ sein, sondern muss ein pädagogisch sinnvolles Angebot mit entsprechender Tagesgestaltung enthalten. Wesentlich ist vor allem die Unterscheidung der beiden Grundformen der Ganztagesschule: eine Schule, die für alle Klassenstufen ab Klasse 5 ein für alle an mindestens 4 Tagen verpflichtende Schulzeit einrichtet wird als sogenannte „geschlossene“ Ganztagesschule bezeichnet. Dagegen existiert die „offene“ Ganztagesschule, in der an mindestens 4 Tagen pro Woche ab Klasse 5 ein freiwillig zu nutzendes Angebot besteht, das beispielsweise für ein halbes Jahr oder ganzes Jahr (je nach Angebot) gegen eine Teilnahmegebühr gewählt werden kann und dann verbindlich wahrgenommen wird. Diesen beiden Ganztagesschulformen gesellt sich die Möglichkeit hinzu, die Situation an der Schule in vorhandener Form zu belassen bzw. zu optimieren. Über diese unterschiedlichen Wege eine Richtungsweisung zu erarbeiten und zu entscheiden war Zielsetzung der Tagung.
Wie ist die aktuelle Situation an unserer Schule hinsichtlich einer Ganztagesgestaltung? Herr Debus stellte die einzelnen Unterrichtsumfänge dar, die sich aus den jeweiligen Unterrichtsstunden pro Klassenstufe bei uns ergeben. In den Klassen 1 bis 4 besteht bei uns ein ausschließliches Vormittagsangebot bis spätestens 13.25 Uhr. Eine Mittagsbetreuung dort wird durch Hüte und Hort angeboten. In den Klassen 5 bis 8 beginnt für die Schülerinnen und Schüler der Nachmittagsunterricht. Für die einzelnen Schüler ist in diesen Klassen in den letzten Jahren ein Mal pro Woche nachmittags verpflichtender Unterricht bis 15.30 Uhr. Durch stundenplantechnische Bedingungen können auch zwei Nachmittage auftreten, wenn an einem anderen Tag dagegen bereits um 11.40 Uhr aus sein muss. Ab der Oberstufe, also Klasse 9 nimmt die Zahl der verpflichtenden Nachmittage durch Unterricht bei uns sukzessive zu, bis schließlich in den Klassen 11 und 12 bereits die bayerische Definition von Ganztagesschule im Form von verpflichtenden Unterricht durch den Unterricht aufgrund der Vorbereitungen für die Prüfungen umgesetzt ist. Allerdings fehlt die entsprechende Mittagsverpflegung.
Im Zusammenhang mit der offenen Ganztagesschule ist darüber hinaus auffällig, dass an unserer Schule bereits Angebote im Sinne eines offenen Ganztagesangebotes bestehen. Hier sind die Orchester, die Band, der Zirkus oder immer wieder auch Tanzkurse von SchülerInnen für SchülerInnen der Oberstufe zu nennen. Darüber hinaus existierten bereits immer wieder einzelne Initiativgruppen, wie Klettern oder zum Beispiel Eislaufen-und-Hausaufgabenbetreuung in den Wintermonaten für Schülerinnen und Schüler unserer Schule, die aber bisher weder kostenpflichtig noch in einem transparenten und für alle gedruckten Angebot organisiert dargeboten wurden. Hierfür fehlt an unserer Schule bisher das entsprechende „organisatorische Zentrum“.

Insgesamt herrschte an der Tagung eine sehr angenehme Atmosphäre des gegenseitigen Zuhörens. Mit großer Aufmerksamkeit und konzentriertem Interesse wurde miteinander gearbeitet. So hatten sich alle auch die regelmäßigen Pausen verdient, in denen Frau Nagel und Frau Kolb mit HelferInnen der 12. Klasse Mahlzeiten bzw. Kaffee und Kuchen angerichtet hatten.

Nach der Pause sollten die Arbeitsgruppen der Schulentwicklung die bisherigen Arbeitsergebnisse vor dem Hintergrund einer Ganztagesschule präsentieren. Hierzu wurde vor der Tagung jede Arbeitsgruppe um einen Bericht gebeten, der in den Tagungsmaterialien zur Vorbereitung per E-Mail verschickt oder in Kopie ausgeteilt wurde.
Für die Arbeitsgruppe „Qualität“ sprach Herr Bialas, der erste Ergebnisse einer umfassenderen Umfrage in der gesamten Schulgemeinschaft vorstellte. Gezeigt wurden einzelne Grafiken, die hinsichtlich Ganztagesschule einzelne Bedarfstrends andeuteten. Die Auswertung der Umfrage ist durch die Arbeitsgruppe noch nicht abgeschlossen und wird in den nächsten Wochen präsentiert werden.
Im Anschluss daran stellte Herr Prahse Auszüge aus der Arbeit der Gruppe „Zeithygiene“ dar. Auch dieser AG lagen Ergebnisse einer Umfrage vor. Hier wurde deutlich, dass im Tagesablauf längere Pausen gewünscht wurden und ansonsten die Unterrichtslängen, insbesondere die Hauptunterrichtszeit zwischen 8 und 10 Uhr und die Doppelstunden in der Oberstufe als sehr angenehm erlebt werden. Für die jüngeren Schüler sind die 45min-Zeiten für die Fachstunden eher angemessen. Wichtig in diesem Zusammenhang war die Aussage der Arbeitsgruppe, dass ein Aufbrechen und eine Flexibilisierung der Unterrichtszeiten nur möglich ist, wenn (wie am Beispiel der Bodenseeschule aus dem Film „Treibhäuser der Zukunft“ zu sehen) der Unterrichtstag jeweils bis 16.00 Uhr geht. Eine solche „geschlossene“ Form der Ganztagesschule ist aber an unserer Schule nicht in der Mehrheit erwünscht.
Frau Schorr referierte die Ausarbeitungen der Arbeitsgruppe „Salutogenese“ (bedeutet soviel wie „Gesundheitsentstehung“). Hier wurden Gedanken über die sinnvolle Gestaltung des „Arbeitsplatzes“ an einem Schultag von 8.00 bis 16.00 Uhr gemacht. Kinder und Jugendliche benötigen Rückzugsräume und Bewegungsräume, die einen längeren Schultag sinnvoll gestalten lassen. Frau Schorr wies darauf hin, dass unabhängig von der Frage einer Ganztagesschule die beobachtbare Entwicklung ist, dass sich Erziehungsaufgaben zunehmend vom Elternhaus in die Schule verlagern. Dies bedeutet, dass sich die Einstellung der Lehrkräfte und die Kompetenzen der schulischen MitarbeiterInnen ohnehin verändern müssen: hin zum „Mischtyp“ aus LehrerIn und ErzieherIn.
Die Arbeitsgruppe „Finanzen“ hatte nicht die Intention bzw. Aufgabe zum Ganztagesschulthema inhaltlich etwas beizutragen, berichtete für die Gruppe Herr Clemens Koch. Die AG hatte sich aber einige Gedanken zum Thema „Sponsoring“ gemacht und wünscht sich für die Schulgemeinschaft ein stimmiges und nach außen transparentes Konzept. Hilfreich für ein solches Konzept wäre ein verbindendes Motto, um die „Cooperate Idendity“ der Schule nach außen zu stärken. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund der 750-Jahr-Feier der Gemeinde Wendelstein im Jahr 2009 notwendig. Um künftig Fundraising betreiben zu können bzw. Stiftungsgelder aufzuschließen, um nicht nur für eine Ganztagesschule bei uns eventuell zusätzlich notwendiges Personal zu finanzieren, wäre ein Motto wie beispielsweise „Freie Waldorfschule Wendelstein - wir bringen Menschen zusammen“ sehr hilfreich.
Für die AG „Hort und Hüte“ ergriff Frau Badtke-Meyer das Wort. Sie berichtete zunächst über die Bedarfsentwicklung des Hortes der letzten Jahre. Hier zeigt sich eine zunehmende Verlagerung des Bedarfes in die Klassen 1 bis 5. Die Mittelstufenklassen zeigen zunehmend weniger Bedarf, ihrer Beobachtung nach sind die Kinder der Klassen 6ff. aber mehr unbeaufsichtigt zu Hause. Dies bedeutet, dass ein altersmäßig abgestimmtes Angebot für die Jahrgangsstufen 6 bis 9 fehlt. Hier müssten verstärkt Förderangebote eingerichtet werden.
Im nächsten Schritt stellte Frau Wendt den Bericht der Delegation „Mittelstufenkonzeption“ dar, die vor 2 Jahren bereits einen Bericht über ihre Arbeit in die Konferenz eingebracht hatte. Die Delegation versteht unter „Mittelstufe“ die Jahrgangsstufen 6 bis 9, also dem Übergang vom zweiten ins dritte Lebensjahrsiebt. Diese Jahre sind pädagogisch zu kennzeichnen als die Hinführung zum eigenverantwortlichen Arbeiten und Tun. Notwendig sind demnach Angebote, die die Persönlichkeitsentwicklung fördern („praktisches Arbeiten, Erleben, Beweisen und Experimentieren“), sinnhaftes Tun und inhaltliches Lernen. Nachmittagsunterricht darf nicht ein „Draufsatteln“ zum Vormittag sein. Das Motto dieser Jahrgangsstufen wäre nach einem Grundgedanken von Rudolf Steiner „der Mensch muss arbeitend lernen“ auszurichten. Die Delegation hat hierzu eine Fülle von praktischen Umsetzungsmöglichkeiten vorgelegt, die weiter konkretisiert werden müssten.
Zum Abschluss der Berichte stellte Herr Thomas Koch noch die Situation und Planung im Baukreis dar. Wichtig ist: der Baukreis ist aufgrund einer Beauftragung durch den Vorstand inzwischen nicht mehr im Status einer Arbeitsgruppe, die Vorschläge erarbeitet, die in Gesamtkonferenzen abgestimmt werden müssen, sondern ist inzwischen ein Kreis im Sinne der Satzung, der vom Schulvereinsvorstand die Planung und Durchführung der baulichen Maßnahmen im Zusammenhang mit der notwendigen Erweiterung im Aufbau der Zweizügigkeit als künftiger „Bauherr“ zu leisten hat. Der Baukreis ist also vor diesem Hintergrund hinsichtlich der Raumfrage entscheidungsberechtigt. Für diese baulichen Maßnahmen will der Vereinsvorstand 2,3 Millionen Euro für Erschließung, Baunebenkosten, bauliche Maßnahmen, Einrichtungen etc. als Kredite aufnehmen. Die Fertigstellung dieses Bauabschnittes ist zum Sommer 2011 geplant. Hierfür wird der Baukreis bis Sommer 2008 in den einzelnen Fachschaften der Schule und in den Arbeitsgruppen den nötigen Raumbedarf abfragen. Anschließend kann die Arbeit des Baukreises in die konkrete Planung gehen. Die pädagogischen Rahmenbedingungen müssen also bis Sommer 2008 vorliegen, anschließend können keine grundsätzlichen Änderungen mehr eingearbeitet werden. Für die Frage der Förderung ist für den Baukreis grundsätzlich wichtig, ob eine Ganztagesschule an unserer Schule eingerichtet werden soll.
Am Abend blieb noch genügend Zeit für einen gemeinsamen Rückblick auf den ersten Tag sowie auf einen Vorblick, was die 65 TeilnehmerInnen (33 Eltern und 32 KollegInnen) am Samstag erwarten sollte.

Der zweite Tagungstag stand nach den Informationen und Berichten des Freitags ganz im Zeichen zukünftiger Überlegungen und Konzeptionen um am Nachmittag zu einer Richtungsentscheidung kommen zu können.
Hierfür wurden für vier wesentliche Bereiche Arbeitsgruppen eingerichtet die sich mit den Themen „Altbewährtes – was ist zu Erhalten und zu optimieren?“, „Hausaufgabenbetreuung“, „Freizeitangebote“ und „Mittagsverpflegung“ intensiver beschäftigen sollten. Die Arbeit hatte zum Inhalt sich mit jeweils den pädagogischen Überlegungen, möglichen konzeptionellen Formen, personellen Konsequenzen und schließlich räumlichen Notwendigkeiten zu befassen. Für diese Arbeit gab es genügend zeitlichen Raum um möglichst ausführlich über die einzelnen Bereiche im Hinblick auf die zukünftige Konzeption der Schule zu beraten. Einzelne „Switcher“ gingen wechselnd durch die Arbeitsgruppen und verglichen die Arbeitsweisen und –inhalte untereinander um im Anschluss an die Berichte noch einen Vergleich der einzelnen Gruppen zu spiegeln.
Dementsprechend umfangreich waren die Einzelergebnisse dieser Runden, die am Nachmittag sodann im Plenum präsentiert wurden. Die Ergebnisse dieser Gruppenarbeit im Detail liegen der Prozesssteuerungsgruppe als pdf-Dokument vor und können unter der Adresse: 2011@fwwen.de angefordert werden.
Im Sinne einer hygienischen Tagungs- und Tagesgestaltung war nach dem Mittagessen Zeit für künstlerisches Tun. Kunst- und Werklehrer Manfred Kafitz hatte lange Bahnen aus weißen Tapeten im Festsaal ausgelegt, worauf in Gruppen mit bunter Kreide ein gemeinsames Kunstwerk angefertigt werden durfte. Spannend erwies sich der Moment, in dem nach getaner Arbeit die einzelnen Bahnen zu einem Gesamtkunstwerk zusammengelegt wurden. So konnten alle Künstlerinnen und Künstler auf ein Gesamtbild blicken, das sich aus der Arbeit der Gruppen ergeben hatte.
Zum Abschluss der Tagung war eine Abstimmung vorgesehen, die nach der intensiven Beschäftigung mit der Materie eine Richtungsentscheidung hinsichtlich der verschiedenen Formen der Ganztagesschule möglich machen sollte. Diese Abstimmung war angestrebt worden, um den Arbeitsgruppen eine Ausrichtung für die weitere Arbeit zu geben.
Diese Abstimmung wurde hinsichtlich der einzelnen Jahrgangsstufen 1 bis 4 / 5 bis 9 / 10 bis 13 getrennt behandelt.

Bei 49 stimmberechtigten Teilnehmerinnen ergaben sich folgende Ergebnisse:
Angebot soll für alle eingerichtet werden Kein Angebot einrichten Enthaltungen

48

0

1



Abstimmung 1:soll ein Mittagessenangebot eingerichtet werden?
Diese Abstimmung wurde noch durch den Antrag ergänzt, dass ein Mittagessenangebot verpflichtend für die Klassen eingerichtet werden soll, die an Nachmittagen Schule haben. Dieses Mittagessen kann auch aus mitgebrachtem Essen bestehen, ein verlassen des Schulgeländes für andere Verpflegungsarten soll aber künftig ausgeschlossen werden. Diese Abstimmung endete folgendermaßen:
Ja, Angebot soll für alle NachmittagsschülerInnen verpflichtend angeboten werden Nein Enthaltungen

39

3

7



Abstimmung 2:soll ein Mittagessenangebot verpflichtend für NachmittagsschülerInnen angeboten werden?
Klassenstufen Offenes Angebot einrichten Pflichtangebot einrichten Gar kein zusätzliches Angebot einrichten Enthaltungen
Klassen 1 - 4

30

0

11

8

Klassen 5 - 9

42

3

1

3

Klassen 10 ff.

31

2

2

14


 Die weiteren Ergebnisse zum Thema Hausaufgaben & Förderung sowie Freizeit & Kreatives ergaben folgendes Bild:

Abstimmung 3: soll eine Hausaufgabenbetreuung & Förderung eingerichtet werden?
Klassenstufen Offenes Angebot einrichten Pflichtangebot einrichten Gar kein zusätzliches Angebot einrichten Enthaltungen
Klassen 1 - 4

34

0

11

4

Klassen 5 - 9

41

3

2

3

Klassen 10 ff.

31

0

4

11



Abstimmung 4: soll ein Freizeitangebot / Kreativangebote eingerichtet werden?
Dies macht mit klaren Mehrheiten deutlich, dass für die zukünftigen Schülerinnen und Schüler unserer Schule im Rahmen der aufzubauenden Zweizügigkeit ein offenes Ganztagessangebot eingerichtet werden soll. Eine geschlossene Form von Ganztagesschule ist bei uns offensichtlich mehrheitlich nicht denkbar. Besonderes Augenmerk und deutlicher Bedarf liegt in den Angeboten für die Klassen 5 bis 9 (Mittelstufe)! In welcher konkreten Ausprägung, durch wen und mit welcher zeitlichen Tagesgestaltung ist in der weiteren Arbeit der Arbeitsgruppen zu klären. Die Arbeitsgruppen haben somit für die weitere Ausgestaltung eine klare Wegrichtung als Ergebnis dieser Tagung erhalten. Dabei wird sicher noch deutlich werden, welche widersprüchlichen oder sich ausschließenden Faktoren für die Einrichtung einer offenen Ganztagesschule an der Freien Waldorfschule Wendelstein in der einzelnen Planung vorhanden sind oder noch auftauchen werden.
Alles in allem konnte an der zunehmend selbstverständlich werdenden Zusammenarbeit von Eltern mit Kolleginnen und Kollegen deutlich werden, wie stark das Bemühen um eine Gestaltung und Konzeption der Schule auf breiter Basis bei uns lebt. Das heißt deutlich war auch, dass es dabei immer um die Frage ging was den jetzigen und zukünftigen Schülerinnen und Schülern unserer Schule förderlich ist.
Im Anschluss an einen gemeinsamen Rückblick zur Tagung wurde Frau Gollwitzer herzlich für die Tagungsleitung gedankt. Die Zusammenarbeit mit ihr und der Prozesssteuerungsgruppe war im Vorfeld und während der Tagung intensiv und sehr konstruktiv.
Ein ganz herzlicher Dank gilt auch Frau Nagel, Frau Kolb und den HelferInnen der 12. Klasse, für die leckere Essensversorgung!
Pädagogische Konzepte sind nie fertig, denn sie müssen sich an den stetig sich verändernden Rahmenbedingungen und Realitäten orientieren. Doch bis zur Verabschiedung eines ersten umsetzbaren Konzepts für die zweizügige, offene Ganztagesschule Waldorfschule Wendelstein wird noch einige Arbeit nötig sein, die auf der Grundlage der Arbeit der Arbeitsgruppen der Schulentwicklung entstehen soll. Die Prozesssteuerungsgruppe sieht es als ihre Aufgabe, die Arbeit unter den Arbeitsgruppen, Delegationen und Kreisen zu vernetzen und zu koordinieren sowie zukünftig weitere Gesamtkonferenzen zur Schulentwicklung einzuberufen. Auf dieser Grundlage kann die inhaltliche Arbeit weiter wachsen. Hier ist noch viel zu tun.

Die Prozesssteuerungsgruppe
Elke Häußler-Carl, Sabine Kaßold, Wolfgang Debus

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