So fing es an

Sabine Zäpfel
Sabine Zäpfel

Wie bei vielen Waldorfschulen begannen auch wir mit der Gründung einer Spielgruppe (1985). Aus der Spielgruppe wurde ein provisorischer Kindergarten, daraus ein Waldorfkindergarten, daraus die Initiative für eine Waldorfschule (1988). Diese sollte sich in Schwabach gründen. Lange Jahre zogen sich die Verhandlungen mit der Stadt Schwabach, Parteien, Ämtern, Banken usw. hin.

Zwischenzeitlich nahm die Rudolf-Steiner-Schule Nürnberg (1989) die erste Klasse für die zukünftige Schwabacher Schule auf.

 

Hoffnung auf Hoffnung zerschlug sich in Schwabach. In Nürnberg waren es 3 Klassen geworden. Die Zeit für eine Gründung drängte immer mehr. Nürnberg musste neu bauen, es fehlte überall an Platz. Wir kamen nicht zurecht. Es fehlte ein Grundstück, es fehlte die Finanzierung, es fehlte der politische Willen in Schwabach. Wir fanden keine Persönlichkeit, die bereit war, Gründungslehrerin zu werden. Im Herbst 1992 ergriffen dann einige Menschen die Initiative: weg von Schwabach.

 

Der erste Kontakt mit dem Bürgermeister von Wendelstein fand statt. Wie durch ein Vakuum wurden wir nach Wendelstein gezogen: Gespräche, Abstimmung in der Mitgliederversammlung, Gemeideratsbeschlüsse, die Gründungslehrerin Sabine Zäpfel war da; Wendelstein zog uns an, wie das Licht die Motte. In Wendelstein waren wir willkommen.

 

Sage einer, Waldörfler wären nicht entscheidungsfähig:

Erste Kontakte Herbst 1992, Grundsteinlegung für Haus I im April 1993, Einzug von 5 Klassen in das neue Haus I im November 1993.

Das Abenteuer „Freie Waldorfschule Wendelstein“ zieht auch heute noch Menschen in seinen Bann. Lange noch sind wir nicht fertig …

Jeder neue Mensch, der zu uns kommt, formt und verändert uns weiter, wenn er sich auf dieses Abenteuer einlässt.